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Feldahorn TitelseiteDie meisten deutschen Pflanzennamen sind, grammatikalisch gesehen, weiblich. Selbst Pflanzen mit männlicher Zuordnung im Volksbrauchtum wie Eiche und Walnuss haben einen weiblichen Artikel. Der Feldahorn ist da eine seltene Ausnahme. Selbst die Römer haben dem Feldahorn die Weiblichkeit abgesprochen, allerdings ist in der lateinischen Sprache der Ahorn männlich geschrieben, aber sächlich gebraucht. Feldahorn ist Botanikerdeutsch, in vielen deutschen Dialektgebieten ist der Name Massholder (oder eine Abwandlung davon) wesentlich gebräuchlicher. In den alpinen und voralpinen Gegenden Österreichs hat der Ahorn den Namen Åch [ɔ:x], der Feldahorn, der diese Gebiete gerade noch erreicht, hat kleinregionale Vernakularnamen, wie beispielsweise Milchbaum (wegen des austretenden Milchsaftes an abgerissenen Blättern). Über dieses Thema, über seine Anpassungsfähigkeit an die steigenden Sommertemperaturen, seine Eignung als Musikinstrumentenholz und seine eigenartigen Abweichungen der Fruchtbildung findet man in dieser Monografie der Regionalen Gehölzvermehrung (RGV) zahlreiche und selten publizierte "G'schichten". Unter Mitarbeit von Ahorn-Enthusiasten wie der Kräuterpädagogin Margit Zimmel, der Baumwärterin Viola Lutgen, dem Gebrauchspflanzen-Guru Michael Machatschek und dem Redakteur Georg Schramayr ist wieder ein kleines Mosaiksteinchen zur verbesserten Kenntnis der niederösterreichischen Gehölze entstanden.

 

 

Bezugsquelle:

Regionale Gehölzvermehrung, Zeile 85, A-2020 Aspersdorf

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